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SPIELERAKTE

GERD MÜLLER

Gerhard "Gerd" Müller
WESTDEUTSCHLAND · GER · MITTELSTÜRMER · #13
3 NOV 1945 – 2021 · Bayern München · Fort Lauderdale Strikers
1 WM-TITEL
Der Bomber
WESTDEUTSCHLAND · #13

🌎 WM-BILANZ

1
TITEL
13
SPIELE
14
TORE
JAHRGASTGEBERSPIELETOREERGEBNIS
1970Mexiko610 3. PLATZ
1974Westdeutschland74 ★ WELTMEISTER
ATTRIBUTE
PACE 74
SHOOTING 95
PASSING 70
DRIBBLING 79
DEFENDING 40
PHYSICAL 84

⚡ PRÄGENDE MOMENTE

▲ 1970 · Zehn Tore in Mexiko
Bei seiner ersten Weltmeisterschaft überspielte er schlicht alle anderen und erbeutete in sechs Spielen zehn Tore – darunter zwei Hattricks in Folge gegen Bulgarien und Peru – und holte sich den Torschützenkönig. Westdeutschland scheiterte in einem rauschhaften Verlängerungs-Halbfinale, dem sogenannten Jahrhundertspiel, an Italien, doch Müllers Ausbeute hatte für eine Generation Bestand.
▲ 1974 · Der Siegtreffer in München
Im Finale gegen den Totalen Fußball der Niederlande drehte er sich beim Stand von 1:1 im Strafraum auf engstem Raum und stocherte den Ball flach an Jongbloed vorbei ins Tor. Es machte Westdeutschland auf heimischem Boden zum Weltmeister – und war, nach eigenem Entschluss, der letzte Akt seiner Länderspielkarriere.
▲ 1974 · Abschied auf dem Gipfel
Unmittelbar nach dem Pokalgewinn kehrte er der Nationalmannschaft den Rücken, mit 28 Jahren und noch auf seinem Höhepunkt. Er ging als Rekordtorschütze der Weltmeisterschaft mit vierzehn Toren – ein Rekord, der zweiunddreißig Jahre überdauern sollte.

📜 LAUFBAHN

1964
Wechselt vom TSV 1861 Nördlingen zu Bayern München und beginnt eine Torjägerlaufbahn ohne Vergleich im deutschen Fußball.
1970
Wird mit zehn Toren Torschützenkönig der Weltmeisterschaft in Mexiko, während Westdeutschland Dritter wird.
1972
Erzielt beide Tore im Finale der Europameisterschaft, als Westdeutschland zum Europameister gekrönt wird.
1974
Schießt den Siegtreffer im WM-Finale in München und tritt danach auf dem Gipfel aus der Nationalmannschaft zurück.
1979
Verlässt Bayern nach 365 Ligatoren, um seine Karriere bei den Fort Lauderdale Strikers ausklingen zu lassen.
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DER ALMANACH SPRICHT
PROF. INKSWORTH:

Er war ein Strafraumstürmer von unmöglicher Ökonomie – gedrungen, tief am Boden, tödlich im Fünfmeterraum aus jedem Winkel und aus fast keinem. Das Almanach verzeichnet zwei Turniere, vierzehn Tore und einen Titel: den Torschützenkönig 1970 und das Tor, das 1974 alles entschied, worauf er einfach aufhörte. Der Bomber sagte mit seinen Füßen alles Nötige und mit Worten fast nichts.

  • Seine vierzehn WM-Tore waren von 1974 an Rekord, bis Ronaldo ihn 2006 überholte – und Ronaldo brauchte dafür drei Turniere mehr.
  • Er traf 1970 bei einer einzigen Weltmeisterschaft zehnmal, darunter zwei Hattricks, und doch wurde Westdeutschland nur Dritter.
  • Er trat in dem Moment aus der Nationalmannschaft zurück, in dem er sie gewonnen hatte, und ging mit 28 Jahren, nachdem er das entscheidende Tor im Finale 1974 erzielt hatte.
Bereit.
Zone: Historisch