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SPIELERAKTE

MOORE

Robert Frederick Chelsea Moore
ENGLAND · ENG · INNENVERTEIDIGER · #6
12 APR 1941 – 1993 · West Ham United · Fulham · San Antonio Thunder · Seattle Sounders
1 WM-TITEL
Mooro
ENGLAND · #6

🌎 WM-BILANZ

1
TITEL
14
SPIELE
0
TORE
JAHRGASTGEBERSPIELETOREERGEBNIS
1962Chile40 VIERTELFINALE
1966England60 ★ WELTMEISTER
1970Mexiko40 VIERTELFINALE
ATTRIBUTE
PACE 70
SHOOTING 58
PASSING 88
DRIBBLING 78
DEFENDING 92
PHYSICAL 82

⚡ PRÄGENDE MOMENTE

▲ 1966 · Die Hände abgewischt vor dem Handschlag
Mit 25 Kapitän, führte er England durch Wembley ins Finale und bezwang Westdeutschland nach Verlängerung mit 4:2. Bevor er die Stufen zur Trophäe der Königin emporstieg, hielt er inne, um sich Schlamm und Schweiß an der samtenen Brüstung von den Händen zu wischen – eine kleine, genaue Höflichkeit, die zu einem der bleibenden Bilder des Tages wurde.
▲ 1970 · Der Zweikampf gegen Jairzinho
In der Hitze von Guadalajara, gegen den späteren Weltmeister Brasilien, gelang ihm ein so sauber getimter Tackling gegen den anstürmenden Jairzinho, dass es bis heute als Musterbeispiel dafür gilt, wie man einen Mann ohne Foul vom Ball trennt. England verlor das Spiel mit 0:1, doch die Abwehrarbeit war makellos, und Pelé nannte ihn später den besten Verteidiger, dem er je gegenüberstand.
▲ 1970 · Freigesprochen von einem Verbrechen, das es nie gab
Tage vor dem Turnier wurde er in Bogotá verhaftet, beschuldigt, ein Armband aus einer Hotel-Juwelierei gestohlen zu haben – ein Vorwurf, der sich später als haltlos erwies. Er wurde freigelassen, flog nach Mexiko und führte England als Kapitän an, als wäre nichts geschehen. Die Gelassenheit darunter wurde Teil der Legende.

📜 LAUFBAHN

1962
Debütiert für England wenige Wochen vor der Weltmeisterschaft in Chile und spielt jede Partie bis zur Viertelfinalniederlage gegen Brasilien.
1964
Führt West Ham United zum FA-Cup-Sieg, dem ersten von drei aufeinanderfolgenden Wembley-Endspielen mit Verein und Nationalmannschaft.
1966
Stemmt als Kapitän Englands den WM-Pokal nach dem 4:2 gegen Westdeutschland in die Höhe – die einzige große Trophäe, die die Herren-Nationalmannschaft je gewann.
1970
Wird in Bogotá von einem erfundenen Diebstahlvorwurf freigesprochen und bildet dann das Bollwerk der englischen Abwehr in Mexiko, samt des berühmten Zweikampfs gegen Jairzinho beim Spiel gegen Brasilien.
1973
Bestreitet das letzte seiner 108 Länderspiele für England, nachdem er die Mannschaft 90 Mal als Kapitän angeführt hatte – damals ein Rekord.
1993
Stirbt mit 51 Jahren an Krebs; mit der Zeit sollten die WM-Arena neben Wembley und eine Statue am Stadion seinen Namen tragen.
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DER ALMANACH SPRICHT
PROF. INKSWORTH:

Er las das Spiel eine halbe Sekunde vor allen anderen und grätschte wie ein Chirurg – so wurde ein Mann mit bescheidenem Tempo und ohne nennenswerte Tore zu jenem Verteidiger, an dem sich die Großen maßen. Das Almanach verzeichnet einen Titel aus drei Turnieren und kein einziges Endrundentor – der Beweis, dass die entscheidendsten Beiträge nie das Torblatt erreichen. Englands einziger Weltmeister-Kapitän, und bis heute der Maßstab.

  • In drei Weltmeisterschaften und 14 Endrundeneinsätzen traf er nie – seine einzigen zwei Länderspieltore fielen beide 1966 in Freundschaftsspielen.
  • Pelé, der 1970 in der mexikanischen Sonne das Trikot mit ihm tauschte, nannte ihn den besten Verteidiger, gegen den er je gespielt hat.
  • Er führte England damals rekordverdächtige 90 Mal als Kapitän an und ist der einzige Mann, der die Weltmeisterschaft für das Land stemmte.
Bereit.
Zone: Historisch