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SPIELERAKTE

CHARLTON

Robert Charlton
ENGLAND · ENG · OFFENSIVES MITTELFELD · #9
11 OKT 1937 – 2023 · Manchester United · Preston North End
1 WM-TITEL
Sir Bobby
ENGLAND · #9

🌎 WM-BILANZ

1
TITEL
14
SPIELE
4
TORE
JAHRGASTGEBERSPIELETOREERGEBNIS
1962Chile41 VIERTELFINALE
1966England63 ★ WELTMEISTER
1970Mexiko40 VIERTELFINALE
ATTRIBUTE
PACE 84
SHOOTING 92
PASSING 87
DRIBBLING 85
DEFENDING 55
PHYSICAL 80

⚡ PRÄGENDE MOMENTE

▲ 1966 · Zwei Tore, die Portugal brechen
Im Halbfinale von Wembley erzielte er beide englischen Treffer beim 2:1 gegen ein von Eusébio angeführtes Portugal – ein flacher Schuss nach einem energischen Vorstoß und ein wuchtiger Abschluss von der Strafraumkante. Es war die Vorstellung, die England ins Finale trug, und die Nacht, in der sein Distanzschuss ein WM-Duell entschied.
▲ 1966 · Deckend, und gedeckt, im Finale
Er und Westdeutschlands junger Franz Beckenbauer neutralisierten sich im Finale gegenseitig, jeder dazu abgestellt, den anderen zu bewachen statt anzugreifen. England gewann nach Verlängerung mit 4:2, und Charlton beendete das Turnier mit drei Toren und einer Siegermedaille – noch im selben Jahr wurde er zu Europas Fußballer des Jahres gekürt.
▲ 1962 · Erstes Tor auf der Weltbühne
Vier Jahre nachdem er das Flugzeugunglück von München überlebt hatte, traf er beim 3:1-Gruppensieg über Argentinien in Chile – sein erstes WM-Tor. England erreichte das Viertelfinale, ehe es gegen den späteren Finalisten Brasilien ausschied.

📜 LAUFBAHN

1958
Überlebt im Februar das Flugzeugunglück von München, gibt im April sein Länderspieldebüt für England und steht im Kader für die Weltmeisterschaft in Schweden, kommt dort aber zu keinem Einsatz.
1962
Bestreitet alle vier Partien Englands bei der Weltmeisterschaft in Chile und trifft gegen Argentinien; England scheidet im Viertelfinale gegen Brasilien aus.
1966
Trifft dreimal – einmal gegen Mexiko und mit beiden Toren im Halbfinalsieg über Portugal – und stemmt den WM-Pokal in die Höhe, als England Westdeutschland mit 4:2 bezwingt; wird zu Europas Fußballer des Jahres gewählt.
1968
Führt Manchester United als Kapitän zum Europapokalsieg und trifft beim 4:1-Finalerfolg über Benfica in Wembley zweimal, ein Jahrzehnt nach München.
1970
Bestreitet seine vierte Weltmeisterschaft in Mexiko; wird beim 2:0-Vorsprung im Viertelfinale gegen Westdeutschland ausgewechselt, das sich noch zum 3:2-Sieg zurückkämpft – sein 106. und letztes Länderspiel.
2023
Stirbt mit 86 Jahren, betrauert als einer der feinsten und würdevollsten Fußballer, die England hervorgebracht hat; 1994 war er zum Ritter geschlagen worden.
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DER ALMANACH SPRICHT
PROF. INKSWORTH:

Er kehrte von einem Flugzeugunglück zurück und wurde zum anmutigsten Distanzschützen, den der englische Fußball je kannte – mit beiden Füßen aus dreißig Metern gleichermaßen tödlich. Das Almanach verzeichnet einen Titel aus drei Turnieren – vierzehn Endrundeneinsätze, vier Tore – und ein 1966, in dem seine beiden Halbfinaltreffer so viel wie alles andere zum Pokalgewinn beitrugen. Sieger mit Verein und Land, und das leibhaftige Bild dessen, wie der Fußball erinnert werden wollte.

  • Alle vier seiner WM-Endrundentore fielen in denselben zwei Turnieren: eines 1962 und drei 1966 – bei seiner letzten Weltmeisterschaft 1970 traf er nicht.
  • Er überlebte 1958 das Flugzeugunglück von München, wurde 1966 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt und gewann 1968 mit Manchester United den Europapokal.
  • Seine 49 Tore in 106 Länderspielen für England waren über vier Jahrzehnte lang nationaler Rekord, bis Wayne Rooney sie 2015 übertraf.
Bereit.
Zone: Historisch